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        Urologischen Erkrankungen


Blase: Blasenschwäche

Harninkontinenz nennt man die Unfähigkeit, den Urin in der Blase zu halten. Die Entleerung der Blase funktioniert durch ein kompliziertes Zusammenspiel von Muskeln und Nerven: Der eine Teil wird über das Gehirn gesteuert. Ein grosser unwillkürlicher Anteil wird vom Rückenmark bestimmt. Dieses Zusammenspiel kann an verschiedenen Punkten gestört werden: So spricht man von der neurogenen Blasenentleerungs-störung bei krankhaften Veränderungen der Nervenversorgung, die die Blasenentleerung kontrollieren. Die Stressinkontinenz beschreibt die Blasenschwäche, bedingt durch einen zu schwachen Schließmuskel.

Von der Drang oder auch Urgeinkontinenz spricht man, wenn die Blasenentleerung unwillkürlich erfolgt, bzw. ein starker Harndrang zu einer nicht unterdrückbaren Blasenentleerung führt. Die Überlaufinkontinenz schließlich entsteht, wenn der Urin durch ein Hindernis hinter der Blase nicht richtig abfließen kann und die Blase schließlich "überläuft". Auch eine Schädigung des Nervensystems (durch Diabetes, Alkoholismus) kann zum Überla ufen führen. Eine häufige Krankheit, die diese Form der Inkontinenz auslöst, ist eine Prostatavergrößerung (Hypertrophie).

Der entscheidende Schritt in der Therpie der Harninkontinenz liegt in der richtigen Diagnose. In unserer Praxis, die als Beratungszentrum der deutschen Kontinenzgesellschaft fungiert, bieten wir Ihnen die kompletten diagnostischen Möglichkeiten (Blasenspiegelung, Urodynamischer Meßplatz) zur Einleitung einer differenzierten Therapie. Auch therapeutisch führen wir neben den konservativ medikamentösen Behandlungen und der Elektrostimulation des Beckenbodens die modernen Techniken der Harninkontinenzchirurgie (TVT, Obtape...) sowie die Injektion von Botulinumtoxin (Botox) in den Blasenmuskel seit Jahren durch.

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